Darf's ein Sake sein?

Iris Kienböck

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Dass ich gerne Wein verkoste, ist ja hier mittlerweile kein Geheimnis mehr. Warum also nicht zur Abwechslung Reiswein probieren? Genau das habe ich mir gedacht, als die Einladung für ein Sake Pairing als Einstimmung auf die 1. Sake Week Vienna in mein Postfach flatterte.

Ich habe zwar schon einmal Sake gekostet, kannte mich bisher zugegeben aber gar nicht damit aus. Das sollte sich ändern! In Österreich bekommt man Sake bestenfalls in japanischen Restaurants und da oft nur eine Sorte. Es herrscht eher ein gefährliches Halbwissen rund um das japanische Nationalgetränk 🎌. Ist Sake eine Spirituose? Und wie trinkt man ihn eigentlich? Genau hier wollen Sake-Liebhaber Wolfgang Krivanec und Sake-Master Noel Pusch mit ihrem Sake Social Club ansetzen. Durch Verkostungen und Pairings soll den Österreichern der Reiswein näher gebracht werden. Ihren Enthusiasmus dafür spürt man sofort! 

Gleich vorweg: Sake ist KEINE Spirituose. Seine Herstellung ähnelt jener von Bier. Vereinfacht gesagt, wird der Reis zunächst poliert (die äußeren Schichten werden abgetragen), eingeweicht und dann mehrmals fermentiert. Anschließend reift er in Tanks. Der Alkoholgehalt ist etwas höher als jener von Wein. Er liegt bei mindestens 15 Vol.-%. Die Qualität des fertigen Sakes wird durch die Qualität der Grundzutaten Reis, Wasser und Hefe bestimmt. Sake wird in vier Güteklassen eingeteilt, die sich nach dem Poliergrad der Reiskörner richten (also wie viel Volumen eines Reiskorns wegpoliert wurde).

Serviert im Weinglas 🍷, kann er als Aperitif, zum Essen oder als Feierabend-Getränk genossen werden. Allerdings ist er dabei vielseitiger einsetzbar als unser Wein: Man kann mit der Temperatur spielen, ihn kalt oder warm trinken. Auch die verschiedenen Sake unterscheiden sich deutlich, sowohl in der Farbe als auch im Geschmack. Das macht es besonders spannend, sie mit unterschiedlichen Gerichten zu kombinieren. Und zwar nicht nur aus der japanischen Küche, sondern auch mit internationalen Speisen. 

Und genau das durfte ich ausprobieren. Sören Herzig hat in seinem Restaurant vier großartige Gänge auf den Tisch gebracht, zu denen Sake-Sommelier Noel Pusch die passenden Reisweine ausgesucht hat (schauen Sie sich die Fotos oben an, es war wirklich köstlich 🤤). Eine super Erfahrung! Vorweg gab es übrigens den offiziellen Cocktail 🍸 der Sake Week, den "Mr. Sumo", kreiert von Sigi Schrott aus der Hammond Bar. Der hat mich besonders beeindruckt: Eine unglaublich tolle Geschmackskombination aus Sake, Zitrone, Melone und Sesamöl (!).

Falls Sie jetzt auf den Geschmack gekommen sind, habe ich gute Nachrichten für Sie! Sie können nämlich im Zuge der 1. Sake Week Vienna Sake in Kombination mit verschiedenen Gerichten verkosten, Sake-Cocktails probieren oder an einer Sake-Verkostung teilnehmen. 

Hier die Hard Facts:
1. Sake Week Vienna
24.09. bis 01.10.2019
alle Infos (teilnehmende Restaurants, Bars und Tastings)
Tickets

Fun Fact zum Schluss: Am 1. Oktober ist Welt-Sake-Tag.

Haben Sie schon einmal Sake gekostet? Wie schmeckt er Ihnen? Lassen Sie es mich in den Kommentaren wissen!

Ich wurde zu diesem Pairing eingeladen. Meine Meinung bleibt davon natürlich unberührt. Wie immer erzähle ich Ihnen davon, weil es mir gefallen hat. 

Kommentare 2

  1. Huma
    Huma kommentierte am 24.09.2019 um 10:03 Uhr

    Sake habe ich noch nie probiert. Gehe jedoch nicht japanisch essen, zumindest das letzte Jahr war ich nicht. Wäre mal wieder eine Anregung für den Besuch eines jap. Restaurantes. Danke.

    Antworten
  2. Doris2003
    Doris2003 kommentierte am 08.06.2020 um 11:03 Uhr

    Ich habe noch nie Sake probiert, obwohl ich schon japanisch Essen war. Da habe ich wohl etwas verpasst.

    Antworten
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